Aktuelle Lage in Ecuador

am . Veröffentlicht in Aktuelles aus Ecuador

Am Mittwoch, dem 2. Oktober hat Ecuadors Präsident eine Reihe wirtschaftlicher Maßnahmen angekündigt, die zum Schuldenabbau des Landes beitragen sollen.

Eine davon ist die Kürzung der Kraftstoffsubventionen, die über Nacht zu einem Anstieg der Dieselpreise um 100% und der Benzinpreise um 30% führte. Die Ankündigung hatte einen landesweiten Streik von Bus- und Taxifahrern zur Folge, der das Verkehrssystem des Landes am Donnerstag lähmte. Darüber hinaus erklärte der Präsident nach einigen gewaltsamen Protesten den nationalen Ausnahmezustand. Die allgemeine Situation im Land bleibt jedoch stabil und es besteht kein Grund zur Sorge um die Sicherheit für unsere Reisende.

Aktuell sind leider viele der Hauptstraßen (einschließlich Hin- und Rückfahrt) zu den Flughäfen gesperrt, was bedeutet, dass auch private Transporte von diesem Streik betroffen sind. Einige nationale sowie internationale Flüge wurden gestrichen.

Es ist derzeit schwer zu sagen, wie sich die Situation fortsetzen wird und zu welchem ​​Zeitpunkt der Streik beigelegt wird. Unsere Kollegen vor Ort und wir tun jedoch alles, um euch auf dem Laufenden zu halten und sicherzustellen, dass ihr gut betreut werden. Wir stehen mit all unserern Teilnehmern in Kontakt, die von den aktuellen Straßensperren betroffen sind, und nehmen erforderlichenfalls Änderungen an der Reiseroute vor.

+++Update: 8.10.2019+++

Obwohl der Generalstreik der Transportunternehmen am Freitagnachmittag endete, gibt es weiterhin Straßensperren und Demonstrationen.

Derzeit organisiert die indigene Bevölkerung mehr Proteste und Straßensperren. Die wichtigsten von diesen Protesten betroffenen Provinzen sind die Provinzen der Sierra, der zentrale Teil Ecuadors (hauptsächlich die Provinzen Imbabura, Azuay, Pichincha, Cotopaxi, Tungurahua, Chimborazo, Cañar und Loja).

Darüber hinaus bereitet sich das Land am Mittwoch, dem 9. Oktober, auf einen landesweiten Streik vor, der das Verkehrssystem des Landes erneut beeinträchtigen wird. Aus diesem Grund arbeiten wir an den notwendigen Änderungen unserer Reiserouten, um unvermeidliche Transporte an diesem Tag zu vermeiden.

Wir bewerten die Situation täglich zusammen mit unseren Reiseleitern, Fahrern und örtlichen Behörden. Leider ist es derzeit schwierig, langfristige Prognosen abzugeben. Wie wir bereits in unserem ersten Post geschrieben haben, sehen wir Ecuador momentan als ein sicheres Reiseland an. Wir bleiben in engem Kontakt mit all unseren Reisenden, die von dieser Situation betroffen sind, und halten euch auf dem Laufenden.

+++Update: 10.10.2019+++

Zuallererst bitten die Kollegen vor Ort euch zu mitzuteilen, dass es sehr wichtig ist, sich in verschiedenen Kanälen über die Situation zu informieren und nicht nur auf das, was die Medien sagen. Leider haben wir mehrere Medien beobachtet, die die aktuelle Situation, mit der die Kollegen und Reisenden in Ecuador konfrontiert sind, falsch kommuniziert haben. Obwohl es in einigen Gegenden des Landes zu Auseinandersetzungen kommt (hauptsächlich in Quito in der Nähe des Präsidentenpalastes und in Guayaquil), ist Ecuador kein Kriegsgebiet und die meisten Destinationen mit den Leistungserbringern (Hoetels etc) bleiben wie gewohnt in Betrieb. Die Hauptkomplikationen, die die Kollegen vor Ort haben, sind die gegenwärtigen Straßenblockaden im Andenhochland, die von den verschiedenen indigenen Gemeinschaften verursacht werden.

Die Regierung hat Gespräche mit den verschiedenen indigenen Führern aufgenommen und es gibt bereits ein erstes Angebot, um die Auswirkungen der wirtschaftlichen Maßnahmen  abzuschwächen. Auch wenn es noch unklar ist, ob die Kommunikationswege zwischen der Regierung und den indigenen Gemeinschaften offen bleiben, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Streiks innerhalb einiger Tage endenkönnten. Es gibt auch mehrere Organisationen, die angeboten haben, als Vermittler zu fungieren, und mehrere andere Gruppen, die sich dafür einsetzen, den Frieden im Land wiederherzustellen.

Zu erwähnen ist, dass auf den Galapagos Inseln keine Streiksbeteiliigung gibt und dort alles ohne Probleme funktioniert. Es ist zwar immer noch nicht möglich, beliebte Orte wie Otavalo oder Cotopaxi von Quito aus zu besuchen, aber wir planen für diese Reisenden die Routen um. Absagen für die gesamte Reise gibt es momentan nicht. Aktuell gilt:

  • Die Flüge nach Galapagos, Lago Agrio und Coca verlaufen normal.
  • Die Flughäfen in Quito und Guayaquil sind derzeit ohne Probleme in Betrieb.
  • Amazon Lodges & Cruises in der Region Yasuni haben geöffnet
  • Galapagos-Kreuzfahrten, Hotels, Tagestouren und Schnellboote ohne Einschränkung

+++Update 14.10.2019+++

Nach unseren letzten Mitteilungen freuen wir uns, euch mitteilen zu können, dass sich die Regierung und die indigenen Führer gestern Abend (Sonntag, 13. Oktober) gegen 20.30 Uhr Ortszeit einig geworden sind und vereinbart haben, die 10 tägigen Proteste zu beenden. Wir verfolgen die Entwicklung der Situation aufmerksam und können erneut bestätigen, dass die meisten Blockaden derzeit beseitigt werden, sodass sich die Durchführung im ganzen Land hoffentlich in den nächsten Tagen wieder normalisieren können.

Die Haupttouristenattraktionen öffnen wieder ihre Pforten. Orte wie die Äquatorlinie, der Cotopaxi National Park und die Papallacta Thermen haben normal geöffnet. Hauptdestinationen, wie der Nebelwald, der Amazonas-Regenwald, Cuenca, Banos und andere Gebiete rund um die Strasse der Vulkan sind normal bereisbar, da die Straßen gesäubert und Blockaden beseitigt werden. Wir sind auch erfreut darüber, dass sich der Betrieb am Flughafen Quito normalisiert und wir erwarten, dass die Flüge im Laufe des Tages wieder normal werden.

In den letzten Tagen, als die Situation in Quito eskalierte, waren wir gezwungen, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen und die Reiserouten für einige Teilnehmer zu ändern. Unser Notfallteam hat das ganze Wochenende über daran gearbeitet, alle Änderungen zu ermöglichen.

Auf den Galapagos-Inseln gab es keine Einschränkungen (abgesehen von denjenigen, die von Flugausfällen betroffen waren) und sowohl Galapagos-Kreuzfahrten als auch Inselhüpfen-Programme werden normal weiterbetrieben.

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