#02 Ist Kolumbien gefährlich?

In dieser Folge diskutieren Meike und Torsten, ob Kolumbien wirklich so gefährlich ist wie es die gängigen Vorurteile befürchten lassen und waum es manchmal gut sein kann, diese Vorurteile hinter sich zu lassen.

Viele Touristen sind zu unrecht besorgt

Auf dem Weg nach Bogota wurde Meike von einem weiteren deutschen Fluggast gefragt, ob Kolumbien denn gefährlich sei. Dies spiegelt wieder, was sich die meisten Touristen fragen, die über Kolumbien nachdenken. Meike selbst, kann diese Ängste nicht bestätigen, da sie selbst in Kolumbien noch nie wirklich schlechte Erfahrungen gesammelt hat, obwohl sie das Land seit Jahren regelmäßig besucht. Auch Thorsten, der seit 1995 in Kolumbien lebt, sowie den Gästen, die mit seiner Agentur das Land bereisen ist noch nie etwas widerfahren. Bei circa 3.000 Reisenden, die er und seine Kollegen jährlich durch das Land schicken, bekommen sie durchweg positives Feedback. Die Quote der sicheren Reisen liegt bei geschätzten 99,9%, weshalb auch Thorsten das Land als sicheres Reiseland bezeichnen würde. Das Sicherheitsgefühl ist allgemien gut, so zeigen auch Statistiken der Regierung, dass Touristen in den letzten Jahren nicht in große Gewaltdelikte verwickelt wurden und auch Entführungen fast keine Gefahr mehr darstellen.

Obwohl Meike das Land seit 2012 bereist hat sie bisher nur eine einzige Straftat erlebt: Bei einer Inspektionsreise wurde ihre Kollegin Opfer eines Taschendiebstals, die im Shoppingcenter über der Armlehne hing. Dies ist aber zuvor schon ihrer Mutter in Istambul passiert und kann genauso gut in jeder europäischen Stadt passieren. Auch Veranstalter wie Studiosus, die sehr auf Sicherheit bedacht sind, haben Kolumbien im Programm und auch die Lufthansa fliegt seit 2011 wieder nach Bogota. Dies zeigt, dass Kolumbien wieder die Berechtigung hat auf touristischen Landkarten als Urlaubsziel aufzutauchen.

"Reisen ist tödlich - für Vorurteile" (Marc Twain)

Meike gefällt besonders die Freundlichkeit der Kolumbianer. So wird man schon bei der Passkontrolle mit „Bienvenidos“ begrüßt. In Deutschland hat sie hingegen noch nicht erlebt, dass die Zollbeamten Reisende im einem „Herzlich Willkommen in Deutschland“ begrüßen.


Dass man auch mit einigen Voruteilen im Gepäck von der kolumbianischen Gastfreundschaft überrascht werdern kann, zeigt folgende Geschichte: Meike hatte ihren zweiten Tag in Bogota und war das erste Mal im Kolumbien. Sie setzte sich in ein Taxi und nannte die gewünschte Zieladresse, an der Meike übernachten wollte. Jedoch wurde das Taxi nicht langsamer, als sie sich dem Haus näherten sondern fur einfach weiter. Von den gängigen Vorurteilen beeinflusst malte sich Meike schon aus als mit Drogen vollgepumpte Leiche zu enden und dann mit der Lufthansa als Kaltabreise zurück zu fliegen. Nach 15 Minuten nahm sie ihren Mut zusammen und fragte den Taxifahrer, wohin er denn fahren würde, da sie schon seit 15 Minuten am gewünschten Haus Nummer 100 vorbei gefahren waren. Der Taxifahrer entegenete daraufhin überrascht, dass Meike ihm 1000 statt 100 gesagt habe und er sich schon gewundert hatte was sie denn in diesem Stadtteil wollte. Nachdem das Missverständnis aufgeklärt wurde, kehrte der Taxifahrer um, fuhr sie zum Haus Nr. 100, hieß sie herzlich in Kolumbien willkommen und erstattete ihr sogar den Fahrpreis.

Ein Land voller Gastfreundschaft...

Auch Thorsten und seine Gäste konnten erfahren wie herzlich und gastfreundlich die Kolumbianer gegenüber interessierten Reisenden sind. Kolumbianer freuen sich über ausländischen Besuch und lassen einen gerne an ihrem Leben teilhaben. Die Kolumbianische Gastfreundschaft ist einmalig, sowohl in den Städten wie Bogata als auch auf dem Land. Um Kontakte mit dein Einheimischen zu knüpfen und von ihnen aufgenommen zu werden, muss der Reisende eigentlich gar nichts tun, da die Kolumbianer sehr kontaktfreudig und offen sind und gerne den ersten Schritt gehen. So ist es nichts ungewöhnliches, an der Bushaltestelle oder im Restaurant von Kolumbianern angesprochen und in ein freundliches Gespräch verwickelt zu werden.

...und Kontraste

In Kolumbien gibt es eine große Kluft zwischen Arm und Reich, was eine gute Regierung des Landes erschwert. Dennoch gibt es einige Projekte, die fördern sollen, dass sich die Klassen vermischen. So wurde in Medellín eine Seilbahn durch das Armenviertel gebaut und auch eine Nationalbibliothek ist hier zu finden. In Kolumbien hat man die Möglichkeit, das Land ganz authentisch kennen zu lernen mit allen seinen schönen und nicht ganz so schönen Seiten, was es als Reiseland besuchenswert und auch ein stückweit einzigartig macht.

Auch klimatisch betrachtet ist Kolumbien sehr vielseitig, da man hier alle Klimazonen finden kann und es darüber hinaus Zugang zum Pazifik und der Karibik, 6000m hohe schneebedeckte Berge, Wüsten und mit dem Amazonas sogar Urwald bietet.

Rebellengruppen und Drogenhandel- Wie groß ist die Gefahr wirklich?

Die bekanntesten revolutionären Streitkräfte Kolumbiens sind wohl FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia). Allerdings haben die FARC und die Regierung einen Friedensvertrag unterschrieben, sodass sie mittlerweile keine Rebellengruppe mehr sind sondern eine politische Partei und somit keine Gefahr mehr darstellen.
Trotzdem gibt es natürlich noch einige Gebiete, die Touristen nach Möglichkeit meiden sollten, was in erster Linie dem Drogenkonflikt verschuldet ist. Hierzu zählen Teile der Sierra Nevada, die Grenzregion zu Venezuela, Teile von Südkolumbien am Pazifik. Die "gefährlichen" Gebiete bieten allerdings auch keine touristisch interessanten Ziele, weswegen Touristen mit diesen im Normalfall nicht in Berührung kommen. Touristisch interessante Gebite sind gut bereisbar und gelten als sicher. Weitere Hinweise können beim Auswertigen Amt eingesehen werden. Auch wenn Kolumbien oft mit Drogenhandel in Verbindung gebracht wird, hat man als Tourist keinerlei Berührungspunkte mit diesem, weswegen er für Reisende keine nennenswerte Gefahr darstellt.

Ist Kolumbien also gefährlich?

Meike schätzt Kolumbien aktuell für Touristen nicht gefährlicher als Europa ein. Wahrscheinlich ist in Europa die Gefahr durch einen terroristischen Anschlag ums Leben zu kommen sogar höher, was aber von den Wenigsten bei einer Reiseplanung berücksichtigen. Meike und Torsten können eine Reise nach Kolumbien aufgrund der freundlichen Menschen und der reichen Kultur und natur nur empfehlen.


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