Auslandsaufenthalt Südamerika

Auslandsaufenthalt Südamerika

Fragen nach dem Schulabschluss: Reisen oder Karriere - Australien oder mal Südamerika? Reisen nach dem Schulabschluss ist in Mode. Am liebsten so weit wie möglich weg, ans andere Ende Welt. Australien erscheint vielen da gerade weit weg genug! Aber warum muss es immer Australien sein?

Auch finden sich immer wieder diejenigen, die man als „Reiseverzichter“ bezeichnen könnte. Das sind diejenigen, die im Reisen nur eine Lücke im Lebenslauf sehen und damit die Gefahr, auf dem Arbeitsmarkt von potentiellen Arbeitgebern vernachlässigt zu werden.

Besonders nach der Schule sehen viele einen Auslandsaufenthalt als verdiente Belohnung nach jahrelanger Quälerei in Verpflichtungen von Lehrern und dem deutschen Schulsystem. Reisen ermöglicht da viele Freiheiten, die einem gefühlt zu lange verwehrt blieben. Kann ich doch einfach in den Tag hinein leben und sehen, wo es mich hintreibt, ohne dass es mir jemand vorschreibt. Doch Reisen ist mehr als das. Wer seinen Rucksack packt und ins Flugzeug steigt, um in einer komplett anderen „Welt“ wieder auszusteigen, ist risikobereit. Reisen ist immer mit Unsicherheiten verbunden, da man sich, auch wenn man den Lonely Planet seiner Destination in- und auswendig kennt, ein komplettes Bild erst durch seine physische Anwesenheit schaffen kann. Und genau da liegt ja auch einer der Hauptreize des Reisens. Wer reist, zeigt also Risikobereitschaft, sich diesen Unsicherheiten zu stellen. Dies kann Arbeitgeber im Lebenslauf überzeugen. Risiko hat viel mit Lernbereitschaft zu tun. Die Anpassung an eine sich kontinuierlich veränderte Arbeitswelt erfordert die Bereitschaft, sich mit Innovationen auseinander zu setzen und Risiken einzugehen, Fehler zu machen. Wir lernen unter anderem dadurch, dass wir Fehler machen und obendrein noch besser durch Fehler als durch Erfolg. Unternehmen sprechen heute auch viel vom einem Lifelong Learning Konzept, da man nie auslernt im Leben. Ein Unternehmen braucht also risiko- und lernbereite Mitarbeiter für seinen Fortschritt. Und nun die Frage: Inwieweit ist eine Reise nach Australien noch mit Risikobereitschaft verbunden? Selbstverständlich kann jede Reise in jedes beliebige Land so gestaltet werden, dass sie Risiken birgt. Man braucht ja nur von einer Klippe zu springen und schon stellt man sich dem Risiko, den Sprung zu überleben. Doch an dieser Stelle geht es um Risiken, die durch Informationen und Erfahrungen abgebaut werden können. Ich kenne fast niemanden mehr, der nicht schon in Australien war und ein bisschen work and travel gemacht hat. Doch wo ist da noch das Abenteuer, wenn jeder es schon erlebt hat? Was gibt es noch zu entdecken, wenn alle es schon gesehen haben? Wo ist meine Risikobereitschaft, wenn alle Erzählungen meiner Freunde, Verwandten und dem guten Internet, bereits alle Risiken abdecken? Darf es nicht mal etwas anderes sein? Südamerika behütet knapp 400 Millionen Menschen in 13 verschiedenen Ländern. Jedes Land bewahrt seine Kulturen und Schätze seit Jahrhunderten, um mit den Inkas nur die weltweit bekannteste indigene Kultur zu nennen. Eine Reise nach Südamerika kann also nicht nur meinen kulturellen Horizont erweitern, sondern spiegelt wieder meine Lernbereitschaft wieder. Zum einen weil ich bereit bin, mich mit anderen Kulturen auseinander zu setzen. Zum anderen weil ich gewillt bin zu lernen, auf Menschen unterschiedlichster Kulturen und Herkünfte zuzugehen. Und dies ist erforderlich beim Reisen. Man kann auch von einer Informationsasymmetrie sprechen. Das Informationsverhältnis ist nicht ausgeglichen, weil die Landesbevölkerung tendenziell mehr Informationen zur Verfügung hat als der Fremde im Land. Und seien es nur Informationen über den nächstgelegenen Supermarkt. (Der gute Lonely Planet kann auch hier vielleicht diese Asymmetrie verringern, sie aber dennoch nicht abschaffen.) Man ist als Reisender also angewiesen auf diese Information. Der interaktive Kontakt mit Menschen anderer Kulturen scheint damit unvermeidlich. Beim Reisen erweitert man also seinen kulturellen Horizont und seine Kommunikationsfähigkeiten. Letzteres erfordert eine übereinkommende Sprache, um zu kommunizieren. Auch diese muss der Reisende gewillt sein zu lernen oder auch zu praktizieren, wenn wir davon ausgehen, dass Grundkenntnisse der Landessprache bereits vor Reiseantritt bestehen. Doch auch wenn das nicht der Fall ist, nimmt man eine Kommunikationsherausforderung an, die ohne Worte abläuft. Man lernt, was man fast vergessen hat. Dass man nämlich durch Gestik und Mimik sehr viel mehr sagen kann, als man glaubt. Reise ich also in ein englischsprachiges Land wie Australien, ist meine Lernbereitschaft unter Umständen niedriger als wenn ich ein Land als Destination wähle, in dem ich sprachlich und kommunikativ stärker gefordert werde, weil ich die Sprache nicht so gut oder gar nicht spreche. In Südamerika ist die meist gesprochene Sprache Spanisch. Doch auch das dem Portugiesisch ähnliche Brasilianisch ist vertreten, in Suriname wird niederländisch gesprochen und Guyana Französisch. Der Kontinent ist sprachenvielvältiger als viele ahnen. Selbst in den spanischsprachigen Ländern werden indigene Sprachen wie Quechua in Peru oder Mapuche in Chile weiterhin gesprochen. Auch kulturell ist beispielsweise der Unterschied des durch England geprägte Australiens zu Deutschland in Relation zu anderen Destinationen, wie Bolivien nicht so groß. Eine starke kulturelle Lernbereitschaft kann der potentielle Arbeitgeber also durch eine Reise nach Australien eher nicht ablesen, eine Reise wiederum nach Südamerika kann hier eher eine hohe Lernbereitschaft erahnen lassen. Aber warum ist kulturelles Verständnis so wichtig? Die Globalisierung vereint Unternehmen, führt zu internationalen Fusionen, internationale Konzerne entwickeln Strategien und Konzepte, die Tochtergesellschaften weltweit anwenden können müssen. Hier erscheint logisch, dass ein kulturelles Verständnis und Interesse eine internationale Zusammenarbeit begünstigt und ein potentieller Arbeitgeber auf diese Eigenschaften wert legt.

Ich möchte klar stellen, dass dies kein Aufruf gegen eine Reise nach Australien sein soll, sondern vielmehr ein Gedankenanstoß, eben auch solche Länder als Reisedestination in Erwägung zu ziehen, die einen höheren Lerneffekt haben könnten als ein so westliches und englischsprachiges Land wie Australien. Besonders diejenigen, die auf eine Reise aufgrund einer potentiellen Abwertung im Lebenslauf verzichten, finden in Destinationen Südamerikas wohl eher eine Kompromisslösung. Ich möchte bekräftigen, dass das Wort „Reisen“ im Lebenslauf keinesfalls als „Lücke“ betrachtet werden sollte. Reisen hat ein hohes Potential, die Arbeitnehmerqualifikationen durch Risikobereitschaft, Lernbereitschaft, kulturelles Verständnis und Interesse und Kommunikationsfähigkeiten zu erhöhen.

Vor allem Destinationen wie Südamerika bieten hierbei noch Abenteuerpotential, das sowohl im Leben als auch im Lebenslauf trumpfen kann.

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