Isla Valdes: Pinguine und Wale

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Die Halbinsel Valdes ist mehr als ein Naturparadies, beeindruckende Tiere ohne Ende! Was auf den ersten Blick wie eine karge, nüchterne Halbinsel wirkt, entpuppt sich je nach Jahreszeit als faszinierender Lebensraum von Walen, Pinguinen, Seelöwen und Seeelefanten, Orkas, Delfinen, Vögeln, Guanakos, Maras, Gürteltieren, Nandus und vielen mehr!

Kombiniere einen Besuch der Península Valdes mit unserer Patagonien Rundreise (13 Tage) oder unserer Argentinien Chile Rundreise (20 Tage).

Die beste Reisezeit für die Halbinsel Valdes

Viele Tiere – z.B. Wale und Pinguine – nutzen die geschützten Meeresbuchten und Küstenabschnitte zur Fortpflanzung und Aufzucht ihrer Jungtiere. Sobald der Nachwuchs eigenständig ist, verlassen die Tiere die Region der Halbinsel Valdes wieder.

Für deine Reiseplanung ist es daher wichtig zu wissen, wann du welche Tiere auf der Halbinsel Valdes beobachten kannst. Sonst reist du zur Walbeobachtung nach Puerto Madryn – dem Ausgangspunkt für Ausflüge auf die Halbinsel Valdes – dabei schwimmen die Wale gerade in den subantarktischen Gewässern. Dann hilft dir auch ein Fernglas nicht weiter. Der Fauna-Kalender zeigt dir, wann du Wale, Pinguine, Seehunde, Seeelefanten, Orkas und Delfine beobachten kannst. Auch an Land und in der Luft tummelt sich eine reiche Tierwelt: Guanakos, Maras (patagonische Hasen), Gürteltiere, Nandus und eine Vielzahl an Vögeln. Diese Bewohner Patagoniens kannst du das ganze Jahr über beobachten. Eine Portion Glück und Geduld gehören bei der Beobachtung von Wildtieren natürlich immer dazu!

Die Meeresbewohner der Halbinsel Valdes

Wale: Südliche Glattwale

Wale unternehmen jährlich zwei Wanderungen: Die Nahrungswanderung führt sie in subantarktische Regionen. Zur Paarungszeit reisen die 14-15 m langen und 40-45 Tonnen schweren Bartenwale in wärmere, küstennahe Regionen. Die ruhigen Gewässer der Halbinsel Valdes ziehen dabei um die 600 Glattwale an. Hier paaren sich die Tiere und gebären im Folgejahr ein Kalb, das sie in Küstennähe aufziehen. Auf einer in Puerto Pirámides angebotenen Walbeobachtungstour kannst du  die Wale vom Boot aus beobachten. Aber auch vom Ufer aus siehst du die großen Schwanzflossen. Die Wale scheinen mit ihrer Schwanzflosse zu winken, springen bis zu 10 m hoch oder halten ihren Kopf aus dem Wasser („Spionageposition“). Sie sind neugierige Lebewesen. Oft kommen sie nah an die Boote heran.  Ein unbeschreiblicher Moment voller Faszination und Nervenkitzel!Aus der Ferne sind die Wale an ihrer bis zu 5 m hohen Wasserfontäne zu erkennen, die, im Gegensatz zu der Fontäne von Orkas und Delfinen, eine „V“ Form beschreibt. Aus der Nähe können Forscher anhand der individuellen Schwielenmuster jedes einzelne Tier bestimmen und wiedererkennen.

Orkas

Die 8,5 – 9,8 m langen und 7 – 10 Tonnen schweren Orkas gehören zu der Gruppe der Zahnwale. In der spanischen Sprache wird stärker als im Deutschen zwischen Bartenwalen und Zahnwalen unterschieden. So ist mit dem spanischen Wort für „Wal“ („ballena“) immer der Bartenwal und nie der Orka („orca“) gemeint.
Die Beobachtung der Orkas ist wetterabhängig. Die Tiere kommen nur bei gutem, windstillem Wetter zur Zeit der Flut an die Küste um zu jagen. Dann können die Tiere vom Ufer aus gesichtet werden. Männliche und weibliche Orkas lassen sich anhand ihrer Rückenflosse gut voneinander unterscheiden: Die männlichen Tiere formen mit der Geschlechtsreife im Alter von 12 – 14 Jahren eine dreieckige, 2 m hohe Rückenflosse. Die Rückenflosse der Weibchen bleibt hingegen wie bei den Jungtieren gebogen und 1 m hoch.

An der nördlichen Küste der Halbinsel Valdes (bei Punta Norte) zeigen die Orkas ihre einzigartige Jagdtechnik des absichtlichen Strandens. Dabei jagen sie die sich am Strand aufhaltenden Robben und jungen Seelöwen.

Magellan-Pinguine

Auf der Halbinsel Valdes befinden sich zwei Kolonien von Magellan-Pinguinen – in der Nähe von Caleta Valdes und an der Estancia San Lorenzo. Die bekannteste und größte Kolonie befindet sich jedoch ca. 170 km südlich von Puerto Madryn: Punta Tombo. Hier kommen jedes Jahr zur Paarungszeit etwa 5 Millionen Pinguine an Land. Wenn Sie mit dem Mietwagen reist, bietet sich der Besuch der Pinguinkolonie Punta Tombo auf dem Weg zum oder vom Flughafen Trelew an.

Magellan-Pinguine sind 4 – 5 kg schwer und 45 cm groß. Die Pinguine sind an ihrem schwarzweißen Kopf sowie einem schwarzen Streifen, der oberhalb der Brust verläuft, leicht zu erkennen. Jedes Paar richtet zu Beginn der Saison sein altes Nest wieder her. Darin brüten die Eltern gemeinsam zwei Eier aus. Die Eltern teilen sich auch die Fütterung und Aufzucht ihres Nachwuchses. Neben der Jagd verbringen die Tiere viel Zeit mit der eigenen und gegenseitigen Federpflege. Den quirligen Frackträgern bei ihrem geschäftigen Treiben zu zusehen macht viel Spaß!

Seelöwen (Mähnenrobben) und Seeelefanten (Hundsrobben)

Robben siehst du das ganze Jahr über an den Küsten der Halbinsel Valdes. Hier ruhen sie sich aus und wechseln ihr Fell. Zur Jagd und Nahrungsaufnahme halten sich die Tiere im Wasser auf. Dadurch gehören sie zu den Meeressäugetieren die perfekt an das Leben im Wasser angepasst sind, aber auch an Land leben können. Die männlichen Mähnenrobben oder Seelöwen beginnen im Dezember ihre Kolonien für die Paarung zu besetzen, die sie mit Gebrüll und Drohgebärden gegen ihre Rivalen verteidigen. An den löwenähnlichen Zügen – der kräftige Kopf und die dichte Mähne um Hals und Brust – kannst du die Bullen gut erkennen. Ihnen solltest du dich nicht nähern, da sie sehr aggressiv sind. Jeder erwachsende Seelöwe führt ein Harem von bis zu 10 Seekühen an. Die Harems der Hundsrobben oder Seeelefanten können sogar über 100 Weibchen beinhalten. Im August beginnt ihre Paarungszeit und die Männchen kämpfen mit ihren Rivalen um die Seekühe. Dabei fügen sich die voluminösen Bullen mit ihren langen Zähnen gegenseitig Verletzungen zu. Gut zu erkennen sind die Bullen an ihrer rüsselartigen Nase. Der Rüssel fungiert als Resonanzkörper und entsprechend laut ist das Brüllen der Seeelefanten.

So unterscheidest du Seelöwen und Seeelefanten:

  • Seelöwen stützen sich an Land auf ihren vier Flossen ab. Seeelefanten hingegen nutzen ihre Flossen an Land nicht zur Fortbewegung.
  • Seelöwen haben hinter den Augen kleine Ohrmuscheln. Seeelefanten besitzen diese nicht.
  • Seelöwen können mit ihren hinteren Flossen den vorderen Teil ihres Körpers kratzen. Seeelefanten hingegen können sich nur mit ihren vorderen Flossen im vorderen Bereich ihres Körpers kratzen.
  • Männliche Seelöwen sind an ihrer Mähne, männliche Seeelefanten an ihrem Rüssel zu erkennen.

Delfine

An den Küsten Argentiniens leben verschiedene Arten von Delfinen, zum Beispiel der Schwarzdelfin, Tümmler und der Tonina. Delfine bei ihren Sprüngen und Saltos zu beobachten macht immer viel Freude. Die Tiere sind meist in Gruppen, sogenannten Schulen, unterwegs und halten sich in Küstennähe auf. Oft nutzen sie das Kielwasser von Booten oder Walen um darin zu "surfen".

Verhalten bei Tierbeobachtungen

Denke daran, dass du dich nicht in einem Zoo oder Wildpark, sondern in der natürlichen Umgebung von wilden Tieren aufhältst. Nähere dich den Tieren zu deiner eigenen Sicherheit nicht. Du würdest die Tiere nur unnötig stressen. Auch die putzigen Pinguine können mit ihren Schnäbeln fest picken. Bitte fütter  keine Wildtiere. Du würdest damit ihre Gesundheit und natürliches Verhalten gefährden.

Hier kannst du dir ein tolles Video anschauen:

 

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